Berta Mautner

Berta Mautner, geb. 2.3.1872 in Prag, seit 1922 zeitweise in Werder ansässig, deportiert am 13.7.1942 ab Prag nach Theresienstadt, von dort am 15.10.1942 nach Treblinka, dort ermordet.

Adresse in Werder: Kemnitzer Chaussee 190

 

Berta Mautner, von Beruf »Beamtin«, kaufte 1922 das Grundstück Kemnitzer Chaussee 190 von dem Hutmacher Erich Schellow in Werder, der es freilich zuvor nur einige Monate besessen hatte. Vorbesitzer war ein Berliner Ehepaar, das 1921 dort ein ansehnliches Wohngebäude errichtet hatte (» Villa Matilde«). Zum Grundstück gehörte eine ca. 5000 m2 große Obstplantage. Berta Mautner hielt sich immer wieder in Werder und Berlin auf, in der Hauptsache scheint das Anwesen aber von ihrer Nichte Rosa Kraus, die auch aus Prag stammte, betreut worden zu sein. Auch Matilde Kneisl, ebenfalls aus Prag gebürtig, wohnte von 1927 bis 1939 im Haus. Im Dezember 1941 überträgt Berta Mautner Grundstück und Haus per Schenkung an Rosa Kraus und deren Mann, wohl um es vor der Beschlagnahmung als jüdischen Besitz zu bewahren. Berta Mautner wird im Juli 1942 aus Prag nach Theresienstadt deportiert und im Oktober desselben Jahres im Vernichtungslager Treblinka ermordet.

Quellen: BArch: Gedenkbuch […], R 1509 Ergänzungskarte VZ 1939; BLHA: GA Werder Bd. 24, Bl. 1397; Theresienstädter Gedenkbuch.